Was sind strukturierte Daten?
Strukturierte Daten sind maschinenlesbare Angaben über die Bedeutung einer Seite. Statt nur die Wörter „optsolut“, „Wien“ und „SEO“ zu sehen, kann ein System explizit erkennen: Das ist eine Organisation mit dieser Adresse, dieser Website und diesen Leistungen.
Schema.org stellt dafür ein gemeinsames Vokabular bereit. Google empfiehlt für die Implementierung meist JSON-LD, weil es sich unabhängig vom sichtbaren HTML pflegen und für verschachtelte Beziehungen gut strukturieren lässt.
Welche Typen braucht ein typisches KMU?
Organization oder LocalBusiness
Dieser Knoten beschreibt das Unternehmen. Verwenden Sie den passendsten Typ, aber erfinden Sie keine Spezialisierung. Wichtige Eigenschaften sind Name, URL, Adresse, Telefon und verifizierte externe Profile über sameAs.
Service
Eine Leistungsseite kann als Service beschrieben werden, mit Name, Leistungsart, Anbieter, bedienter Region und URL. Das sichtbare Angebot muss dieselben Aussagen enthalten.
Article oder BlogPosting
Fachartikel sollten Überschrift, Beschreibung, Veröffentlichungs- und Aktualisierungsdatum, Autor, Publisher, Hauptseite und relevantes Bild benennen. Ein sichtbares Autorenprofil macht die Beziehung nachvollziehbar.
BreadcrumbList
Breadcrumbs erklären die Position der Seite innerhalb der Informationsarchitektur. Das strukturierte Markup sollte dieselbe Hierarchie zeigen wie die sichtbare Navigation.
FAQPage mit Vorsicht
FAQ-Markup ist nur sinnvoll, wenn echte Fragen und Antworten sichtbar auf der Seite stehen. Google zeigt FAQ-Rich-Results heute nur noch eingeschränkt für besonders autoritative Gesundheits- und Regierungsseiten. Das Markup allein ist daher kein allgemeiner Sichtbarkeitshebel.
Was strukturierte Daten nicht leisten
Sie garantieren weder ein Rich Result noch eine Nennung in einer KI-Antwort. Google weist ausdrücklich darauf hin, dass die tatsächliche Darstellung variieren kann. Markup kann die Bedeutung klären, aber eine dünne oder unzuverlässige Seite nicht in eine gute Quelle verwandeln.
Es gibt außerdem kein besonderes GEO- oder AIOverview-Schema. Wer einen erfundenen Typ oder unsichtbare Keyword-Listen ergänzt, erhöht nicht die Qualität, sondern riskiert widersprüchliche oder spamartige Signale.
Wie verbindet man Entitäten sauber?
Vergeben Sie stabile @id-Werte. Ein Unternehmen kann beispielsweise überall als https://example.com/#org referenziert werden. Artikel nennen diesen Knoten als Publisher, Leistungen als Provider und die Autorenperson verweist über worksFor zurück.
Diese IDs sind keine öffentlichen Seitenadressen, sondern eindeutige Bezeichner innerhalb des Datenmodells. Sie verhindern, dass jede Seite versehentlich eine neue, unabhängige Version derselben Organisation beschreibt.
Wie prüft man die Implementierung?
Die erste Ebene ist syntaktisch: Lässt sich das JSON parsen? Danach folgen Schema Validator und Google Rich Results Test. Diese Werkzeuge erkennen viele technische Fehler, aber nicht jede inhaltliche Täuschung. Der wichtigste manuelle Test bleibt deshalb der Vergleich zwischen Markup und sichtbarer Seite.
Nach der Veröffentlichung zeigt die URL-Prüfung in der Search Console, welchen HTML-Stand Google empfangen hat. Erst damit ist bestätigt, dass Build, CSP und Rendering das Markup tatsächlich ausliefern.